Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule in Weingarten

Ein Projekt von Fr. Kiefner mit Schülern. (2009)

Die Kuppelnauschule arbeitet schon seit Jahrzehnten mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten erfolgreich zusammen. Hunderte von Studentinnen und Studenten haben in dieser Zeit an unserer Schule im Rahmen unterschiedlicher Praktika praktische Erfahrungen im schulischen Alltag sammeln können.

Seit 2013 betreut die GMS Kuppelnau im Rahmen des Integrierten Semesterpraktikums (ISP) Studierende der PH Weingarten. Das ISP findet in der Regel im 4. oder 5. Semester statt. Das Praktikum soll ein frühzeitiges Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule ermöglichen.

Die Studierenden sind für ein halbes Jahr (ein Semester) an unserer Schule.Dabei sollen sie das Schulleben in seiner Komplexität wahrnehmen und neben dem Unterricht an möglichst vielen Arten von Konferenzen, Besprechungen, Gesprächen und weiteren schulischen sowie außerschulischen Veranstaltungen teilnehmen. Die Studierenden hospitieren im Unterricht, halten aber auch selber Unterrichtsstunden (unter Aufsicht einer Lehrkraft). Außerdem werden sie zur Unterstützung bei der Materialherstellung, zur Betreuung von Gruppen im Sinne der Differenzierung und Individualisierung, zur unterstützenden Betreuung von Arbeitsgemeinschaften im Rahmen von Ganztagesangeboten eingesetzt.

Die Studierenden werden von einem Mentor und einem Ausbildungsberater betreut.

Sowohl die Studierenden als auch die Schule profitieren sehr von dieser Art des Praktikums:

  • Die Studierenden können den wahren Schulalltag praxisnah erfahren.
  • Die Schüler können im Rahmen der Individualisierung besser und intensiver gefordert und gefördert werden und erhalten große Unterstützung.

Interessant ist es nun einmal zu erfahren, wie die Studierenden ihren Schulalltag bei uns erlebt haben:

Wer an der Gemeinschaftsschule Kuppelnau sein ISP absolviert, braucht gute Nerven. Allerdings nur im Vorfeld des Praktikums, wenn man von Kommilitonen nach dem zugewiesenen Praktikumsplatz gefragt wird. Gibt man Auskunft, blickt man in der Regel in skeptische Gesichter. Jeder glaubt die Kuppelnauschule zu kennen und zu wissen, dass es sich um eine Brennpunktschule mit ausschließlich verhaltensauffälligen Schülern handelt.

Wer es aber schafft, unvoreingenommen und offen in sein Praktikum zu gehen, der wird eine fordernde und bereichernde Zeit erleben, die für den weiteren Weg zum Berufsziel Lehrer mehr als motivierend ist - eine Zeit, die Lust auf Schule macht.

Man steht an der Kuppelnauschule für Fragen offen, gibt Feedback zu eigenen Fähigkeiten und Fortschritten und hilft, wo nötig, beim Planen des Unterrichts. Man bekommt das Privileg, mehr als nur die von der PH geforderten 30 Stunden unterrichten zu dürfen, was dem eigenen Lernfortschritt im Praktikum sehr zugute kommt. Trotz vieler Freiheiten, die man erhält, fühlt man sich doch zu keinem Zeitpunkt alleingelassen oder verloren.

Der Schule sind ihre Praktikanten wichtig. Das merkt man, um nur einige Punkte zu nennen, an der sehr guten Organisation des Praktikums seitens der Schule, an persönlicher Wertschätzung der eigenen Arbeit, an der vollständigen Einbindung in den Schulalltag und ganz allgemein am zwischenmenschlichen Umgang.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich mir keine bessere Praktikumszeit hätte wünschen können. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Schulleitung, beim Kollegium und bei den Schülern der Kuppelnauschule für die tolle Zeit bedanken.

Wer einen Praktikumsplatz an der Kuppelnauschule bekommen hat, darf sich auf eine bereichernde Zeit freuen und sollte sich nicht durch Aussagen von Leuten, welche die Kuppelnauschule noch nie von innen gesehen haben, verunsichern lassen.

Cornelius Dietz

ISP Praktikant im Wintersemester 2016/17


Im Laufe meines vierwöchigen Blockpraktikums lernte ich die Kuppelnauschule als sehr gut funktionierende Schule kennen. Trotz der vielen verschiedenen Nationalitäten die hier zusammentreffen herrscht ein unerwartet freundliches Miteinander bei den Schülern vor. Fälle von roher körperlicher Gewalt oder gar Drogenmissbrauch, wie man sie von einer so genannten „Brennpunktschule“ für gewöhnlich  erwartet, sind mir überhaupt keine bekannt geworden. Ich denke dieser Umstand ist in erster Linie dem Lehrerkollegium zu verdanken, welches nicht nur bei der Betreuung der Schüler sondern auch untereinander einen sehr offenherzigen Umgang pflegt.

Alexander Buchwalsky


Bevor ich das Blockpraktikum an der Kuppelnauschule antrat, begegneten mir im Freundes- und Bekanntenkreis, bei Studenten und Eltern meist Vorurteile hinsichtlich dieser so genannten "Brennpunktschule". Während der vier Wochen, in denen ich in der achten Klasse unterrichtete, lernte ich die Schule, die Schüler und Lehrer der Kuppelnauschule gut kennen. Dabei wurde ich sehr positiv überrascht. Das Unterrichten und der Umgang mit "meinen" Schülern bereiteten mir sehr viel Freude. Die Kollegen waren freundlich und hilfsbereit. Insgesamt gefiel mir das Blockpraktikum an der Kuppelnauschule sehr gut.

 

Ralf Schieferdecker


 

Schon sehr bald merkte ich, dass die Lehrerschaft hinter ihren Schülerinnen und Schülern steht. Zahlreiche Projekte, wie z.B. ein selbst entwickeltes Theaterstück der Klasse 8a sowie das positive Klima zwischen Lehrern und Schülern indizierten dies. Die SchülerInnen, mit denen ich während des Tagespraktikums zu tun hatte, zeigten sich in vielfacher Weise motiviert und engagiert und vor allem keineswegs abweisend und verschlossen gegenüber uns Studenten. Die Offenheit und Neugierde, die manche SchülerInnen an den Tag legten, erleichterten die unterrichtliche Zusammenarbeit ungemein.

Martin Haas 


Es hat sich wieder einmal  bestätigt. Man sollte sich seine eigene Meinung immer selbst bilden. 

Mit unterschiedlichen Gefühlen ging ich das erste Mal an die Kuppelnauschule. Von verschiedenen Personen bekam ich die Information, dass diese Schule eine so genannte Brennpunktschule und deshalb eher eine schwierige Schule sei. Ich durfte schon am ersten Tag erfahren, dass die Schule und vor allem die Klasse 8a eine sehr nette und zugängliche Klasse ist. Das Arbeiten mit ihnen machte einen unheimlichen Spaß, da sie uns Stundenten anstandslos aufnahmen, respektierten und akzeptierten. Ich verlasse die 8a der Kuppelnauschule mit einem lachenden und weinenden Auge und wünsche ihnen für die weitere Zukunft alles Gute. Ich bin mir sicher, dass alle ihren Weg machen werden. Bleibt einfach so, wie ihr seid!!!

Marc Sagstetter 

 


Als ich das erste Mal die Kuppelnauschule betrat war ich sofort positiv eingenommen von der angenehmen, offenen Gestimmtheit der Schule. Allein schon das Treppenhaus zeigt eine bunte Mischung des produktiven Geistes dieser Schule. Man entdeckt z.B. Bilder, Mosaike, Wandteppiche, die die Kreativität der Schülerinnen und Schüler auf´s Beste präsentieren. Besonders mag ich im Kunstraum die Keramikgesichter, die als Fließen verarbeitet wurden und dem Raum eine sehr subjektive Note geben. Ich bin Professorin an der PH Weingarten und begleite die Lehramts-studierenden in ihrem Praktikum. Dabei komme ich eng mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt. Ich habe die 8a die letzten zwei Jahre begleitet und dabei die Reifungs-, Entwicklungs- und Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler direkt miterlebt - mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich habe die umfassende Unterstützung, die sie in der Kuppelnauschule durch ihre pädagogisch sehr engagierten Lehrerinnen und Lehrer, durch eine versierte und umsichtige Schulsozialarbeiterin und nicht zu vergessen durch eine sehr professionelle Schulleitung erfahren können. Das Schulklima ist überzeugend gut. Es macht sich als positive und förderliche Lehrer-Schüler-Beziehungen geltend und hebt die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler. Zuletzt haben wir das Betriebspraktikum begleitet und konnten die Fortschritte, die die Schülerinnen und Schüler für ihre Berufsorientierung machten, erfassen; denn sie waren nicht nur einmal in einem Betrieb, sondern sie haben bislang zwei Praktika in verschiedenen Betrieben durchgeführt. Eine solche intensive Betreuung der Schülerinnen und Schüler macht viel Arbeit, die die Lehrerinnen und Lehrer leisten, doch sie erbringt auch Erfolg, auf den die Kuppelnauschule stolz sein kann.

Fr. Prof. Dr. Schlemmer


 

 Normalerweise fängt man bei einem solchen Bericht nicht mit dem Fazit an, aber ich kann nicht ausgeschmückt umschreiben, was ich auch in ein paar Worte fassen kann:  Das Praktikum in der Kuppelnauschule in der siebten Klasse hat mir sämtliche Zweifel genommen, meinen anvisierten Beruf als Lehrerin wirklich zu verwirklichen! Ich wollte gar nicht mehr aus der Klasse gehen, die jedem von uns Lehrernomaden (wir waren sechs Kommilitonen in der Klasse) die riesige Chance gab, sich erstmals vor einer Klasse zu behaupten. Das einzige Negative, das ich an diesem Tagespraktikum finden kann, ist die Tatsache, dass es später im Schulalltag wohl sehr, sehr selten so glatt und erbaulich laufen wird, wie ich es an der Kuppelnauschule erlebt habe. Ich kann es nur hoffen.

(Lena Schätzle)


Für mein erstes allgemeines Tagespraktikum wurde ich in die Kuppelnauschule eingeteilt. Nachdem ich dies erfahren habe, wurde ich zuerst auf die Homepage der Schule aufmerksam. Dabei sind mir zwei Dinge sofort aufgefallen, zum Einen wurde die Kuppelnauschule als sogenannte „Brennpunktschule“ beschrieben, zum Anderen glänzt sie aber durch viele Angebote wie zum Beispiel Sportangebote, Projekte oder verschiedene AG’s. 

Da ich bereits Erfahrung an einer anderen „Brennpunktschule“ im Bereich Ganztagesbetreuung und Schulsozialarbeit gemacht habe, freute ich mich auf dieses Praktikum sehr.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich die letzten vier Monate in der 7. Klasse sehr genossen habe. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt, was natürlich auch an der angenehmen Atmosphäre innerhalb der Klasse und dem guten Verhältnis  zwischen Herrn Stoll und den Schülern und Schülerinnen lag. Für mich wurde dadurch und auch durch die kleine Klassengröße meine erste Unterrichtsstunde sehr erleichtert. Das Unterrichten und der Umgang mit den Schülern und Schülerinnen unserer Klasse bereiteten mir viel Freude. Ich wünsche der 7. Klasse alles Gute für die Zukunft und möchte mich bei euch und vor allem bei Herrn Stoll für die gute Zusammenarbeit und die super Betreuung während des Praktikums bedanken.

(Kathrin Marquardt)

 


Da ich die Kuppelnauschule nicht kannte, war ich sehr gespannt, was mich dort erwarten würde. Als ich die Schule das erste Mal betrat, war ich positiv überrascht: Alles war sehr weitläufig, hell und farbenfroh gestaltet. Auch in der Klasse wurden wir sehr gut aufgenommen und ich fühlte mich gleich willkommen. Dementsprechend machte es mir auch sehr viel Spaß in der 7b zu unterrichten.  Herr Stoll war immer sehr um das Wohl seiner Schüler bemüht und versuchte alle zu fordern. Auch gab er uns viele Tipps und Anregungen zum Unterrichten mit auf den Weg und half uns stets. Für das alles möchte ich mich recht herzlich bedanken! Ich werde die Zeit in der Kuppelnauschule in guter Erinnerung behalten und sie vermissen.

Jannika Grabowski